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Ratgeber

Cannabis, Hanf und Marihuana: die Unterschiede

Von Grasguide Redaktion Aktualisiert: 3 Min. Lesezeit Einsteiger
Cannabis, Hanf und Marihuana: die Unterschiede

Kurz & Knapp

Hanf und Marihuana gehören zur selben Pflanzengattung Cannabis. „Hanf“ bzw. Nutzhanf bezeichnet THC-arme Sorten für Fasern, Samen und Extrakte, „Marihuana“ die THC-reichen Blüten. Der Unterschied liegt im THC-Gehalt und Verwendungszweck, nicht in einer anderen Pflanzenart.

Die wichtigsten Fakten:

  • Hanf, Marihuana und Cannabis gehören botanisch zur selben Gattung Cannabis
  • „Cannabis“ ist der wissenschaftliche Oberbegriff der Gattung
  • Nutzhanf ist THC-arm und dient Fasern, Samen, Hanföl und CBD-Extrakten
  • „Marihuana“ bezeichnet umgangssprachlich THC-reiche, getrocknete Blüten
  • Die rechtliche Einordnung richtet sich nach THC-Gehalt und geltenden Gesetzen

Eine Pflanze, viele Begriffe

Botanisch betrachtet gehören Hanf und Marihuana zur selben Pflanzengattung Cannabis. Es handelt sich also nicht um verschiedene Pflanzenarten, sondern um unterschiedliche Bezeichnungen und Verwendungszwecke derselben Gattung. Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Botanik im engeren Sinne, sondern im Gehalt des psychoaktiven Wirkstoffs THC und in der jeweiligen Nutzung.

Die Begriffsvielfalt sorgt häufig für Verwirrung. „Cannabis“ ist der wissenschaftliche Oberbegriff für die gesamte Gattung. „Hanf“ wird im deutschen Sprachgebrauch meist für die industrielle, THC-arme Nutzung verwendet. „Marihuana“ bezeichnet umgangssprachlich die getrockneten, THC-reichen Blüten. Diese Begriffe beschreiben somit weniger die Pflanze an sich als vielmehr ihre Eigenschaften und ihren Einsatzzweck. Wer die Unterschiede kennt, kann Informationen leichter richtig einordnen.

Hanf, Nutzhanf und Marihuana im Detail

Mit „Nutzhanf“ sind Sorten gemeint, die einen sehr niedrigen THC-Gehalt aufweisen und für industrielle oder landwirtschaftliche Zwecke angebaut werden. Aus ihnen werden Fasern für Textilien, Samen für Lebensmittel und Hanföl sowie CBD-haltige Extrakte gewonnen. Nutzhanf unterliegt in vielen Ländern eigenen gesetzlichen Grenzwerten für den maximal zulässigen THC-Gehalt.

„Marihuana“ hingegen bezeichnet THC-reiche Blüten, die wegen ihrer psychoaktiven Wirkung von Interesse sind. Der hohe THC-Anteil unterscheidet sie deutlich vom Nutzhanf. Auch der Begriff „Gras“ wird umgangssprachlich für die getrockneten Blüten verwendet. Wichtig ist: Die rechtliche Einordnung richtet sich nicht nach dem verwendeten Begriff, sondern nach Eigenschaften wie dem THC-Gehalt und nach den jeweils geltenden Gesetzen, die sich zudem von Land zu Land unterscheiden.

Häufig gestellte Fragen

Sind Hanf und Cannabis dasselbe?

Hanf und Cannabis gehören zur selben Pflanzengattung Cannabis, sind also botanisch eng verwandt. „Cannabis“ ist der wissenschaftliche Oberbegriff für die Gattung, während „Hanf“ im deutschen Sprachgebrauch meist die industrielle, THC-arme Nutzung bezeichnet. Der Unterschied liegt somit nicht in einer anderen Pflanzenart, sondern im THC-Gehalt und im Verwendungszweck. Nutzhanf ist THC-arm und für Fasern, Samen oder Extrakte gedacht, während THC-reiche Sorten umgangssprachlich anders benannt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Marihuana und Nutzhanf?

Der zentrale Unterschied ist der THC-Gehalt. Nutzhanf bezeichnet THC-arme Sorten, die für industrielle und landwirtschaftliche Zwecke wie Fasern, Samen und Hanföl angebaut werden. Marihuana steht umgangssprachlich für die getrockneten, THC-reichen Blüten mit psychoaktiver Wirkung. Beide stammen von der Gattung Cannabis ab, unterscheiden sich aber in Wirkstoffgehalt und Nutzung deutlich. Die rechtliche Behandlung knüpft an den THC-Gehalt und die geltenden Gesetze an, nicht an den umgangssprachlichen Begriff.

Warum gibt es so viele verschiedene Begriffe?

Die Begriffe „Cannabis“, „Hanf“ und „Marihuana“ haben unterschiedliche Ursprünge: wissenschaftlich, industriell und umgangssprachlich. Dadurch beschreiben sie dieselbe Gattung aus verschiedenen Blickwinkeln. „Cannabis“ ist der botanische Oberbegriff, „Hanf“ betont die industrielle THC-arme Nutzung, und „Marihuana“ bezieht sich auf THC-reiche Blüten. Diese Vielfalt führt oft zu Missverständnissen. Für eine korrekte Einordnung ist es hilfreich, auf den THC-Gehalt und den jeweiligen Verwendungszweck zu achten statt allein auf den Begriff.

GR
Grasguide Redaktion Medizinisch geprüft

Autor bei Cannabis News 24. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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