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Ratgeber

CBG (Cannabigerol): Wirkung, Dosierung & Unterschied zu CBD

Von Grasguide Redaktion Aktualisiert: 5 Min. Lesezeit Einsteiger
CBG (Cannabigerol): Wirkung, Dosierung & Unterschied zu CBD

Kurz & Knapp

CBG (Cannabigerol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid und die Vorstufe („Mutter-Cannabinoid“), aus der die Pflanze THC und CBD bildet. Untersucht werden v. a. entzündungshemmende, antibakterielle und neuroprotektive Eigenschaften, bislang überwiegend präklinisch [Nachnani et al., 2021; Calapai et al., 2022]. CBG macht nicht high und ist in Deutschland legal (nicht vom NpSG erfasst). Keine medizinische Beratung.

Die wichtigsten Fakten:

  • CBG ist nicht psychoaktiv – es gibt keinen „CBG-Rausch“.
  • „Mutter-Cannabinoid“: aus CBGA entstehen THCA, CBDA u. a.
  • Forschung überwiegend präklinisch (Entzündung, antibakteriell, neuroprotektiv).
  • In ausgereiften Pflanzen meist nur in geringen Mengen enthalten.
  • In Deutschland legal; nicht vom NpSG erfasst.

Was ist CBG (Cannabigerol)?

CBG (Cannabigerol) ist ein nicht-psychoaktives Cannabinoid der Hanfpflanze. Es wird oft als „Mutter-Cannabinoid“ bezeichnet, weil seine Säureform CBGA die biosynthetische Vorstufe ist, aus der die Pflanze andere Cannabinoide wie THCA, CBDA und CBCA bildet. In ausgereiften Pflanzen ist CBG meist nur in geringen Mengen vorhanden, da das meiste CBGA bereits in andere Cannabinoide umgewandelt wurde – das macht CBG vergleichsweise aufwendig zu gewinnen. In den letzten Jahren ist das Interesse an CBG gestiegen, auch wenn die Forschung dazu noch am Anfang steht.

Wie wirkt CBG?

CBG interagiert mit dem Endocannabinoid-System als schwacher partieller Agonist an den CB1- und CB2-Rezeptoren und wirkt zusätzlich auf weitere Ziele wie die TRPV1-, PPARγ- und 5-HT1A-Rezeptoren. Aus diesem breiten Profil leiten sich die in der Forschung untersuchten Eigenschaften ab.

Die bisherige Evidenz ist überwiegend präklinisch. Pharmakologische Übersichtsarbeiten beschreiben ein mögliches Potenzial unter anderem bei Entzündungen und untersuchen antibakterielle Effekte – etwa gegen MRSA – sowie neuroprotektive Eigenschaften [Nachnani et al., 2021; Calapai et al., 2022]. Wichtig ist die Einordnung: Diese Ergebnisse stammen größtenteils aus Labor- und Tierstudien, belastbare klinische Studien am Menschen fehlen weitgehend. CBG ist daher ein vielversprechendes, aber noch wenig erforschtes Cannabinoid – konkrete Wirkversprechen lassen sich daraus nicht ableiten.

Ist CBG psychoaktiv?

Nein. CBG ist nicht psychoaktiv und löst keinen Rausch aus – entgegen mancher irreführender Darstellung gibt es keinen „CBG-Rausch“. CBG bindet nur schwach an die CB1-Rezeptoren im Gehirn, die für die berauschende Wirkung von THC verantwortlich sind, und verändert weder Bewusstsein noch Wahrnehmung. Wer CBG verwendet, kann also klar und uneingeschränkt seinen Alltag bestreiten. In dieser Hinsicht ähnelt CBG dem CBD.

CBG-Dosierung

Für CBG gibt es keine offiziell festgelegte Dosierung, und die Studienlage liefert keine verbindlichen Richtwerte. In Erfahrungsberichten werden häufig Mengen im niedrigen zweistelligen Milligramm-Bereich genannt, oft beginnend mit einer kleinen Dosis. Sinnvoll ist – wie bei anderen Cannabinoiden – das Prinzip „start low, go slow“: niedrig einsteigen und die Menge bei Bedarf langsam anpassen, da die individuelle Empfindlichkeit unterschiedlich ist. Wer Medikamente einnimmt, sollte die Anwendung vorab ärztlich abklären. Diese Angaben sind allgemeine Orientierung und keine medizinische Empfehlung.

CBG und CBD: der Unterschied

CBG und CBD sind beide nicht-psychoaktiv, unterscheiden sich aber in mehreren Punkten. CBG ist das Vorläufer- oder „Mutter-Cannabinoid“, aus dessen Säureform die anderen Cannabinoide entstehen, und kommt in der Pflanze meist nur in kleinen Mengen vor. CBD ist mit Abstand das am besten erforschte nicht-berauschende Cannabinoid mit breiter Studienlage. Beide wirken über das Endocannabinoid-System, sprechen aber teils unterschiedliche Rezeptoren an. Manche Anwender kombinieren beide, um vom Zusammenspiel der Pflanzenstoffe zu profitieren (Entourage-Effekt). Beide gelten in Deutschland als legal.

Rechtsstatus von CBG in Deutschland

CBG ist in Deutschland legal. Es ist ein natürliches Phytocannabinoid, das nicht psychoaktiv ist und nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) fällt; auch im Betäubungsmittelgesetz und im Konsumcannabisgesetz ist CBG nicht gesondert geregelt. CBG-Produkte wie Öle werden daher – ähnlich wie CBD – als verkehrsfähig angesehen, sofern die gesetzlichen THC-Grenzwerte eingehalten werden. Da sich der rechtliche Rahmen für Cannabinoide ändern kann, ist im Zweifel ein Blick auf den aktuellen Stand sinnvoll. Dies ist keine Rechtsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Macht CBG high?

Nein, CBG macht nicht high. CBG ist nicht psychoaktiv und erzeugt keinen Rausch – die gelegentlich zu lesende Rede von einem „CBG-Rausch“ ist irreführend. CBG bindet nur schwach an die CB1-Rezeptoren im Gehirn, die für die berauschende Wirkung von THC verantwortlich sind, und beeinflusst weder Bewusstsein noch Wahrnehmung oder kognitive Leistungsfähigkeit. Damit verhält sich CBG ähnlich wie CBD. Wer ein berauschendes Erlebnis erwartet, wird es bei CBG nicht finden. Diese Informationen ersetzen keine medizinische Beratung.

Wofür wird CBG untersucht?

CBG wird in der Forschung unter anderem auf entzündungshemmende, antibakterielle (etwa gegen MRSA) und neuroprotektive Eigenschaften untersucht [Nachnani et al., 2021; Calapai et al., 2022]. Entscheidend ist die ehrliche Einordnung: Diese Hinweise stammen überwiegend aus Labor- und Tierstudien, während belastbare klinische Studien am Menschen bislang weitgehend fehlen. CBG gilt daher als vielversprechend, aber noch wenig erforscht. Konkrete gesundheitsbezogene Versprechen lassen sich aus der aktuellen Datenlage nicht ableiten. Keine medizinische Beratung.

Wie wird CBG dosiert?

Eine offiziell festgelegte CBG-Dosierung gibt es nicht, und die Forschung liefert keine verbindlichen Richtwerte. In Erfahrungsberichten werden häufig Mengen im niedrigen zweistelligen Milligramm-Bereich genannt. Wie bei anderen Cannabinoiden ist das Prinzip „start low, go slow“ sinnvoll: mit einer kleinen Menge beginnen und sie bei Bedarf langsam steigern, da die individuelle Empfindlichkeit variiert. Wer Medikamente einnimmt, sollte die Anwendung vorab mit Arzt oder Apotheke abklären, da Cannabinoide Wechselwirkungen haben können. Keine medizinische Beratung.

Was ist der Unterschied zwischen CBG und CBD?

CBG und CBD sind beide nicht-psychoaktiv, unterscheiden sich aber in Herkunft und Forschungsstand. CBG ist das „Mutter-Cannabinoid“: Aus seiner Säureform CBGA bildet die Pflanze andere Cannabinoide wie THC und CBD, weshalb CBG in reifen Pflanzen meist nur in geringen Mengen vorkommt. CBD ist dagegen das am besten erforschte nicht-berauschende Cannabinoid mit breiter Studienlage. Beide wirken über das Endocannabinoid-System, sprechen aber teils unterschiedliche Rezeptoren an und werden manchmal kombiniert. Beide sind in Deutschland legal. Keine medizinische Beratung.

Ja. CBG ist ein natürliches, nicht psychoaktives Phytocannabinoid und fällt nicht unter das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG); es ist auch im Betäubungsmittelgesetz und im Konsumcannabisgesetz nicht gesondert geregelt. CBG-Produkte gelten daher – ähnlich wie CBD – als verkehrsfähig, sofern die gesetzlichen THC-Grenzwerte eingehalten werden. Da sich die Regulierung von Cannabinoiden weiterentwickeln kann, ist im Zweifel ein Blick auf den aktuellen Stand ratsam. Dies ist keine Rechtsberatung.

GR
Grasguide Redaktion Medizinisch geprüft

Autor bei Cannabis News 24. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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