Was Cannabissamen wirklich enthalten
Rund um Cannabissamen halten sich hartnäckige Mythen, unter anderem die Annahme, man könne sie rauchen und so eine Wirkung erzielen. Tatsächlich enthalten die Samen der Hanfpflanze praktisch kein Tetrahydrocannabinol (THC). THC und andere Cannabinoide werden vor allem in den Blüten und Blättern der weiblichen Pflanze gebildet, genauer in den Harzdrüsen, den sogenannten Trichomen. Die Samen selbst sind dafür nicht die Bildungsstelle.
Cannabissamen bestehen überwiegend aus Fetten, Proteinen und Ballaststoffen. Sie sind ein nährstoffreiches Naturprodukt und werden in geschälter Form als Lebensmittel verwendet, etwa in Müsli, Salaten oder zu Öl verarbeitet. Aus ihnen wird Hanföl gepresst, das in der Küche zum Einsatz kommt. Mit einem psychoaktiven Rausch hat das nichts zu tun, denn der Wirkstoff THC fehlt in den Samen weitgehend. Wer eine berauschende Wirkung durch das Rauchen von Samen erwartet, wird daher enttäuscht.
Warum das Rauchen von Samen sinnlos ist
Da Cannabissamen kaum THC enthalten, ergibt sich beim Verbrennen keine nennenswerte psychoaktive Wirkung. Stattdessen verbrennen vor allem die enthaltenen Fette und die harte Samenschale. Das erzeugt einen unangenehmen, oft beißenden Geschmack und scharfen Rauch, der zum Husten reizt. Wie bei jeder Verbrennung von Pflanzenmaterial entstehen dabei Reiz- und Schadstoffe, die die Atemwege belasten, ohne dass dem ein erwünschter Effekt gegenübersteht.
Samen sind ihrem eigentlichen Zweck nach Saatgut zur Aussaat neuer Pflanzen oder ein Nahrungsmittel. Wer Cannabissamen sinnvoll nutzen möchte, verwendet sie also entweder zur Aussaat im rechtlich zulässigen Rahmen oder als Lebensmittel in geschälter Form. Das Rauchen ist weder wirksam noch angenehm und bringt nur die allgemeinen Nachteile des Einatmens von Rauch mit sich. Der Mythos einer berauschenden Wirkung durch Samen entbehrt einer fachlichen Grundlage.
Häufig gestellte Fragen
Enthalten Cannabissamen THC?
Cannabissamen enthalten praktisch kein THC. Der psychoaktive Wirkstoff wird in den Blüten und Blättern der weiblichen Pflanze gebildet, vor allem in den Harzdrüsen, den Trichomen. Die Samen selbst sind nicht der Ort der Cannabinoid-Bildung und bestehen überwiegend aus Fetten, Proteinen und Ballaststoffen. Geringe Spuren können theoretisch durch anhaftendes Pflanzenmaterial entstehen, sind aber zu vernachlässigen. Aus diesem Grund lässt sich durch den Verzehr oder das Rauchen von Samen keine berauschende Wirkung erzielen.
Kann man von gerauchten Cannabissamen high werden?
Nein. Da Cannabissamen kaum THC enthalten, entsteht beim Verbrennen keine nennenswerte psychoaktive Wirkung. Stattdessen verbrennen vor allem Fette und die harte Schale, was einen unangenehmen, scharfen Rauch erzeugt, der zum Husten reizt. Wie bei jeder Verbrennung von Pflanzenmaterial entstehen dabei Reiz- und Schadstoffe, die die Atemwege belasten. Ein erwünschter Effekt steht dem nicht gegenüber. Das Rauchen von Samen ist daher weder wirksam noch sinnvoll.
Wofür werden Cannabissamen verwendet?
Cannabissamen dienen in erster Linie als Saatgut zur Aussaat neuer Pflanzen sowie als Nahrungsmittel. In geschälter Form sind sie ein nährstoffreiches Lebensmittel und finden sich etwa in Müsli, Salaten oder als gepresstes Hanföl. Sie liefern Fette, Proteine und Ballaststoffe. Eine berauschende Wirkung haben sie nicht, da ihnen der Wirkstoff THC weitgehend fehlt. Wer Samen nutzen möchte, verwendet sie also als Lebensmittel oder zur Aussaat im rechtlich zulässigen Rahmen.