Zum Inhalt springen
Ratgeber

Passivrauchen von Cannabis: Auswirkungen und Risiken

Von Grasguide Redaktion Aktualisiert: 3 Min. Lesezeit Fortgeschritten
Passivrauchen von Cannabis: Auswirkungen und Risiken

Kurz & Knapp

Beim Passivrauchen von Cannabis ist die THC-Aufnahme meist gering und nur in schlecht belüfteten Räumen relevant. Der Rauch kann die Atemwege reizen; Kinder und Schwangere sollten geschützt werden.

Die wichtigsten Fakten:

  • Sekundärrauch enthält THC sowie Verbrennungsprodukte und Reizstoffe
  • Die THC-Aufnahme durch Passivrauchen ist meist gering und selten spürbar
  • In kleinen, schlecht belüfteten Räumen ist eine geringe Aufnahme möglich
  • Der Rauch kann Augen und Atemwege reizen
  • Kinder und Schwangere sollten vor Cannabisrauch geschützt werden

Was beim Passivrauchen von Cannabis passiert

Unter Passivrauchen versteht man das unbeabsichtigte Einatmen von Sekundärrauch, der beim Konsum von Cannabis durch andere Personen entsteht. Dieser Rauch besteht aus dem ausgeatmeten Rauch sowie dem Rauch, der direkt von der glimmenden Pflanze aufsteigt. Er enthält nicht nur den Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC), sondern auch dieselben Verbrennungsprodukte und Reizstoffe, die beim aktiven Rauchen entstehen.

Die Menge an THC, die durch Passivrauchen aufgenommen wird, ist in der Regel gering und liegt deutlich unter der eines aktiven Konsums. In gut belüfteten Räumen oder im Freien verteilt sich der Rauch schnell, sodass eine nennenswerte Aufnahme unwahrscheinlich ist. Anders sieht es in kleinen, schlecht belüfteten Räumen aus: Reichert sich dort über längere Zeit viel Rauch an, ist eine geringe THC-Aufnahme bei umstehenden Personen grundsätzlich möglich. Spürbare psychoaktive Effekte sind unter Alltagsbedingungen aber eher unwahrscheinlich.

Mögliche Auswirkungen und Schutz besonders empfindlicher Personen

Unabhängig von der THC-Aufnahme kann der eingeatmete Rauch die Atemwege reizen. Ähnlich wie bei Tabakrauch können Augenbrennen, Husten oder ein Druckgefühl in den Atemwegen auftreten, besonders bei empfindlichen Personen oder bei Menschen mit Atemwegserkrankungen. Der Rauch enthält Schadstoffe aus der Verbrennung, deren Einatmen grundsätzlich belastender ist als saubere Luft.

Besondere Vorsicht gilt gegenüber Personen, die nicht selbst über ihre Umgebung entscheiden können. Kinder reagieren empfindlicher auf Rauch, und Schwangere sollten Rauch jeglicher Art meiden, um das ungeborene Kind nicht zu belasten. Aus Rücksicht und zum Schutz dieser Gruppen sollte in geschlossenen Räumen, in denen sich Kinder, Schwangere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen aufhalten, nicht geraucht werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, konsumiert im Freien und mit Abstand zu anderen. Diese Hinweise sind allgemeiner Natur und ersetzen keine ärztliche Einschätzung.

Häufig gestellte Fragen

Kann man durch Passivrauchen von Cannabis high werden?

Unter Alltagsbedingungen ist das unwahrscheinlich. Die durch Sekundärrauch aufgenommene THC-Menge ist in der Regel gering und liegt deutlich unter der eines aktiven Konsums. Erst in sehr kleinen, schlecht belüfteten Räumen mit starker Rauchkonzentration über längere Zeit ist eine messbare Aufnahme grundsätzlich möglich. Spürbare psychoaktive Effekte treten dabei aber selten auf. In gut belüfteten Räumen oder im Freien verteilt sich der Rauch schnell, sodass kaum eine relevante Aufnahme stattfindet. Keine medizinische Beratung.

Ist Passivrauchen von Cannabis schädlich für Kinder?

Kinder reagieren empfindlicher auf Rauch als Erwachsene. Cannabisrauch enthält Verbrennungsprodukte und Reizstoffe, die die Atemwege belasten können. Aus Vorsorgegründen sollte in Räumen, in denen sich Kinder aufhalten, nicht geraucht werden, unabhängig von der THC-Menge. Auch Schwangere sollten Rauch jeglicher Art meiden. Wer konsumiert, schützt empfindliche Personen am besten durch ausreichenden Abstand und gute Belüftung oder durch Konsum im Freien. Bei gesundheitlichen Fragen ist eine ärztliche Beratung sinnvoll. Keine medizinische Beratung.

Wie kann man Passivrauchen vermeiden?

Die wirksamste Maßnahme ist räumlicher Abstand und gute Belüftung. Im Freien verteilt sich Rauch deutlich schneller als in geschlossenen Räumen, sodass die Belastung umstehender Personen sinkt. In Innenräumen empfiehlt es sich, Fenster zu öffnen oder ganz auf das Rauchen zu verzichten, wenn andere anwesend sind. Besonders dort, wo sich Kinder, Schwangere oder gesundheitlich beeinträchtigte Menschen aufhalten, sollte kein Rauch entstehen. Rücksichtnahme und klare Absprachen helfen, ungewollte Rauchbelastung zu vermeiden.

GR
Grasguide Redaktion Medizinisch geprüft

Autor bei Cannabis News 24. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Neutrale CBD-Infos ins Postfach

Newsletter kommt bald — trag dich auf unserer Kontaktseite ein, um benachrichtigt zu werden.

Das könnte dich auch interessieren

CBD Wissen·2Min. Lesezeit

Was sind CBD-Gummibärchen?

CBD Wissen·2Min. Lesezeit

Was ist CBD-Kaffee?

Mehr aus dem Cannabis-Netzwerk