Zum Inhalt springen
Ratgeber

Kiffen bei Krankheit und vor Eingriffen?

Von Grasguide Redaktion Aktualisiert: 3 Min. Lesezeit Experten
Kiffen bei Krankheit und vor Eingriffen?

Kurz & Knapp

Bei akuter Krankheit wie einer Mandelentzündung und vor Eingriffen wie Tätowierung oder Operation ist Rauchen ungünstig: Atemwegsreizung, Kreislaufbelastung und Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Anästhesie sprechen für Zurückhaltung. Im Zweifel Arzt fragen. Keine medizinische Beratung.

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.

Die wichtigsten Fakten:

  • Bei akuter Krankheit reizt Rauch die ohnehin gereizten Atemwege
  • Vor einer OP sind Wechselwirkungen mit Anästhesie und Medikamenten möglich
  • Konsum vor Operationen dem Anästhesieteam offen angeben
  • Vor einer Tätowierung kann Konsum Kreislauf und Empfinden beeinflussen
  • Im Zweifel ärztlichen Rat einholen

Bei akuter Krankheit ist Rauchen ungünstig

Wenn der Körper ohnehin mit einem Infekt beschäftigt ist – etwa bei einer Mandelentzündung, einer Erkältung oder Halsschmerzen –, ist das Rauchen aus mehreren Gründen ungünstig. Rauch reizt die Atemwege und den ohnehin gereizten Rachenraum, was Beschwerden verstärken kann. Eine bereits entzündete Schleimhaut reagiert empfindlicher auf heißen Rauch und Reizstoffe. Vorsichtige Einordnung heißt hier: Es geht nicht um ein generelles Verbot, sondern um den naheliegenden Hinweis, dem Körper in der Akutphase keine zusätzliche Belastung zuzumuten.

Hinzu kommt, dass bei einer Erkrankung häufig Medikamente eingenommen werden. Mögliche Wechselwirkungen sind ein weiterer Grund, in dieser Phase vorsichtig zu sein und im Zweifel ärztlichen Rat einzuholen.

Vor Eingriffen: Tätowierung, Operation und Anästhesie

Auch vor geplanten Eingriffen ist Zurückhaltung sinnvoll. Vor einer Tätowierung kann Konsum den Kreislauf beeinflussen und sich auf das Empfinden auswirken; viele Tätowiererinnen und Tätowierer raten von einem berauschten Zustand ab. Deutlich wichtiger ist die Situation vor einer Operation: Hier können Wechselwirkungen mit Anästhesie und anderen Medikamenten eine Rolle spielen. Das Behandlungsteam muss den Konsum kennen, um Risiken einschätzen zu können.

Deshalb gilt vor jeder Operation: Konsum von Cannabis – ob medizinisch oder nicht – sollte gegenüber Ärztinnen, Ärzten und dem Anästhesieteam offen angegeben werden. Diese Offenheit ist kein moralisches Thema, sondern eine Frage der Sicherheit. Nur mit vollständigen Informationen kann das Team Narkose und Medikamente sicher planen.

Im Zweifel: ärztlichen Rat einholen

Die verbindende Botschaft ist einfach: Wenn der Körper krank ist oder ein Eingriff bevorsteht, ist Vorsicht angebracht. Atemwegsreizung, Kreislaufbelastung und mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Anästhesie sprechen dafür, in solchen Phasen zurückhaltend zu sein. Wer unsicher ist, sollte vorab ärztlichen Rat einholen und offen über den eigenen Konsum sprechen.

Häufig gestellte Fragen

Ist Kiffen bei einer Mandelentzündung sicher?

Von Rauchen ist bei einer akuten Mandelentzündung eher abzuraten. Rauch reizt die ohnehin entzündeten Schleimhäute im Rachenraum und kann Beschwerden verstärken. Zudem werden bei einer Erkrankung häufig Medikamente eingenommen, sodass auch mögliche Wechselwirkungen zu bedenken sind. Es geht nicht um ein generelles Verbot, sondern um den naheliegenden Hinweis, dem Körper in der Akutphase keine zusätzliche Belastung zuzumuten. Im Zweifel ist ärztlicher Rat sinnvoll. Keine medizinische Beratung.

Sollte ich vor einer Operation Cannabis konsumieren?

Vor einer Operation ist Zurückhaltung wichtig, da Wechselwirkungen mit Anästhesie und anderen Medikamenten eine Rolle spielen können. Entscheidend ist, den Konsum – ob medizinisch oder nicht – gegenüber Ärztinnen, Ärzten und dem Anästhesieteam offen anzugeben. Nur mit vollständigen Informationen kann das Team Narkose und Medikamente sicher planen. Diese Offenheit ist eine Frage der Sicherheit, kein moralisches Thema. Im Zweifel sollte das Gespräch frühzeitig gesucht werden. Keine medizinische Beratung.

Was gilt vor einer Tätowierung?

Vor einer Tätowierung ist Zurückhaltung sinnvoll. Konsum kann den Kreislauf beeinflussen und sich auf das Empfinden auswirken, weshalb viele Tätowiererinnen und Tätowierer von einem berauschten Zustand abraten. Auch das Zusammenspiel mit Kreislauf und Wohlbefinden während eines längeren Termins spricht für einen klaren Zustand. Wer unsicher ist, klärt das am besten vorab mit dem Studio und gegebenenfalls ärztlich. Bei gesundheitlichen Vorerkrankungen gilt besondere Vorsicht. Keine medizinische Beratung.

GR
Grasguide Redaktion Medizinisch geprüft

Autor bei Cannabis News 24. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Neutrale CBD-Infos ins Postfach

Newsletter kommt bald — trag dich auf unserer Kontaktseite ein, um benachrichtigt zu werden.

Das könnte dich auch interessieren

CBD Wissen·2Min. Lesezeit

Was sind CBD-Gummibärchen?

CBD Wissen·2Min. Lesezeit

Was ist CBD-Kaffee?

Mehr aus dem Cannabis-Netzwerk