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Ratgeber

Hanföl und CBD-Öl: der wichtige Unterschied

Von Grasguide Redaktion Aktualisiert: 3 Min. Lesezeit Einsteiger
Hanföl und CBD-Öl: der wichtige Unterschied

Kurz & Knapp

Hanföl (Hanfsamenöl) ist ein kaltgepresstes Speiseöl aus Hanfsamen mit Omega-3 und Omega-6, aber praktisch ohne CBD. CBD-Öl ist dagegen ein Hanfextrakt mit ausgewiesenem Cannabidiol-Gehalt in einem Trägeröl. Entscheidend ist die Mengenangabe auf dem Etikett.

Die wichtigsten Fakten:

  • Hanfsamenöl ist ein Lebensmittel ohne relevanten CBD-Gehalt
  • CBD-Öl enthält einen ausgewiesenen Cannabidiol-Anteil in Prozent oder Milligramm
  • Cannabinoide sitzen in Blüten und Blättern, kaum in den Samen
  • CBD ist nicht psychoaktiv und kein zugelassenes Arzneimittel
  • Das Etikett mit Zutatenliste und Wirkstoffangabe klärt die Verwechslung

Hanföl ist ein Speiseöl aus Hanfsamen

Hanföl, genauer Hanfsamenöl, ist ein kaltgepresstes Speiseöl aus den Samen der Nutzhanfpflanze (Cannabis sativa). Es zählt rechtlich und kulinarisch zu den Lebensmitteln und wird wie Olivenöl oder Leinöl in der Küche verwendet. Charakteristisch ist sein nussiger Geschmack und die grünliche Farbe. Hanfsamenöl enthält praktisch kein oder nur Spuren von Cannabidiol (CBD), da die Wirkstoffe der Pflanze überwiegend in Blüten und Blättern sitzen, nicht in den Samen. Ernährungsphysiologisch interessant ist das günstige Verhältnis der Fettsäuren: Hanfsamenöl liefert mehrfach ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem oft als ausgewogen beschriebenen Verhältnis. Es wird daher als pflanzliches Speiseöl geschätzt, etwa für Salate oder Dips. Zum Erhitzen eignet es sich wegen der empfindlichen Fettsäuren weniger gut. Mit Rauschwirkung oder einem nennenswerten Cannabinoidgehalt hat dieses Öl nichts zu tun.

CBD-Öl ist ein Hanfextrakt in Trägeröl

CBD-Öl ist etwas grundlegend anderes. Hier wird ein Extrakt aus den cannabidiolreichen Pflanzenteilen gewonnen und in einem Trägeröl gelöst, häufig in Hanfsamenöl, Olivenöl oder MCT-Öl. Das fertige Produkt enthält eine definierte Menge CBD, meist als Prozentangabe auf dem Etikett ausgewiesen. CBD ist nicht psychoaktiv und macht nicht „high“. CBD-Öl ist in Deutschland kein zugelassenes Arzneimittel und wird je nach Aufmachung als Kosmetik- oder Aromaprodukt vermarktet. Der entscheidende Unterschied liegt also im Inhalt: Hanfsamenöl ist ein reines Speiseöl ohne relevanten Wirkstoffgehalt, CBD-Öl ein Extraktprodukt mit ausgewiesenem Cannabidiol-Anteil. Genau diese Begriffe werden im Handel oft vermischt.

So vermeiden Sie die Verwechslung

Die sicherste Methode ist ein Blick auf das Etikett und die Zutatenliste. Steht dort ausschließlich „Hanfsamenöl“ oder „hemp seed oil“ ohne CBD-Mengenangabe, handelt es sich um ein Speiseöl. Wird hingegen ein CBD-Gehalt in Milligramm oder Prozent genannt, liegt ein Extraktprodukt vor. Auch der Preis ist ein Hinweis: Speiseöle aus Hanfsamen sind deutlich günstiger als Extrakte. Wer ein Lebensmittel für die Küche sucht, greift zum Hanfsamenöl; wer gezielt Cannabidiol möchte, achtet auf die ausgewiesene CBD-Menge.

Häufig gestellte Fragen

Enthält Hanföl CBD?

Hanföl im Sinne von Hanfsamenöl enthält praktisch kein oder nur Spuren von CBD. Der Grund liegt im Ausgangsmaterial: Es wird aus den Samen der Hanfpflanze kaltgepresst, und die Samen tragen kaum Cannabinoide. Diese sitzen vor allem in Blüten und Blättern. Wer ein Produkt mit definiertem CBD-Gehalt sucht, sollte auf eine ausdrückliche Mengenangabe in Milligramm oder Prozent achten. Fehlt eine solche Angabe und ist nur von Hanfsamenöl die Rede, handelt es sich um ein Speiseöl ohne nennenswerten Wirkstoffanteil.

Wofür wird Hanfsamenöl verwendet?

Hanfsamenöl ist ein Speiseöl und wird in der Küche eingesetzt, etwa für Salate, Dips oder zum Verfeinern kalter Gerichte. Geschätzt wird es für seinen nussigen Geschmack und sein Fettsäureprofil mit mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Zum starken Erhitzen oder Braten eignet es sich weniger, da die enthaltenen Fettsäuren hitzeempfindlich sind. Es ist ein gewöhnliches Lebensmittel und unterscheidet sich klar von CBD-Extraktprodukten, die einen ausgewiesenen Cannabidiol-Gehalt besitzen.

Woran erkenne ich CBD-Öl auf dem Etikett?

CBD-Öl erkennen Sie an einer ausdrücklichen Angabe des Cannabidiol-Gehalts, meist als Prozentwert oder in Milligramm. Auf der Verpackung steht dann etwa „CBD 5 %“ oder eine Milligramm-Menge je Flasche. Als Trägeröl wird häufig Hanfsamenöl, Olivenöl oder MCT-Öl genannt. Fehlt jede CBD-Mengenangabe und ist nur von Hanfsamenöl die Rede, liegt ein Speiseöl vor. Der Blick auf Zutatenliste und Wirkstoffangabe ist somit das zuverlässigste Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Produkttypen.

GR
Grasguide Redaktion Medizinisch geprüft

Autor bei Cannabis News 24. Alle Inhalte werden redaktionell geprüft und basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

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